Keir Starmer - Hoffnungsträger der britischen Labour Party

05. April 2020

Alin Altuntov
Von Alin Altuntov

Seit dem 04. April 2020 hat die britische Labour Party einen neuen Vorsitzenden, Keir Starmer. Jeremy Corbyn, der bisherige Vorsitzende, brachte seiner Partei durch seinen pro-Brexit, Sozialismus Vorstellungen und ständig wechselnden Kurs, eine historische Wahlniederlage bei den Unterhauswahlen im Dezember 2017 ein und zog daraus persönliche Konsequenzen. Für viele zu spät!

Die Partei setzt nun ihre ganze Hoffnung auf Keir Starmer, 57 Jahre und Mitglied des britischen Unterhauses seit 2015.

Der in Southwark geborene Sohn einer Arbeiterfamilie, war schon seit Jahren für seine pro-europäische und Anti-Corbyn Haltung bekannt, verblieb jedoch im Schatten von Altsozialist Corbyn.

Egal, ob dieser nach dem Referendum 2016 aus dem ersten Schattenkabinett von Corbyn auftrat, die Gegner von Corbyn bei Vorsitz-Wahlen unterstützte, Brexit-Minister unter Corbyn wurde oder der Linie Corbyns' folgte, um das Referendum zu respektieren. Er bewies Standhaftigkeit, pro-europäische Haltung und gewann an Respekt und Einfluss.

Die Ausgehandelten Brexit-Verträge von May, lehnte er ab und für ein zweites Referendum sprach er sich aus.

Corbyn bewahrte eine neutrale Haltung zum Brexit. Starmer setzte sich für eine Klare Positionierung der Labour Party für den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der EU ein.

Bereits nach Eintritt ins Amt als Vorsitzender der Labour Party, entschuldigte er sich per Brief und Videobotschaft bei "The Board of Deputies of British Jews" für den Antisemitismus seiner Partei, den sein Vorgänger Corbyn sähte.

Arbeiterkind und pro-europäisch, der Traum der Labour Party und die europäische Sozialdemokratie.

Ich wünsche mir,dass unsere Schwesterpartei den Aufschwung hinbekommt und sich personell, sowie thematisch neu ordnen kann. Das, was sie jahrelang nicht konnte.

Die pro-europäische Positionierung von Starmer wünschen wir uns durch die Arbeit an einer engen Verbindung von Großbritannien & der Europäischen Union, wie bisher. Ebenfalls, dass die Labour Party ihre einst pro-europäische Haltung geschlossen vertreten kann.

Was Starmer schon als Rechtsanwalt, spezialisiert auf Menschenrechte bewies und tat, wünschen wir uns für den Kampf für die Schwachen und deren Rechte, sowie die Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften für die Interessenvertretung der Arbeitnehmer*innen.

All das würde ich mir wünschen und noch viel mehr, Labour bald wieder als stärkste Partei zu sehen.

"For the many, not the few"

Go, Keir!

Verfasser: Alin Altuntov

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